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Eigenspannungen in der industriellen Praxis

Berlin

Zum Inhalt des Workshops
Der wichtigste inhaltliche Focus des DVM ist die Strukturintegrität, also die Eigenschaft von Komponenten und Systemen, ihre Funktion ohne einen Ausfall über die Lebensdauer zu erfüllen. In diesem Zusammenhang spielen Eigenspannungen eine besondere Rolle – sie können sowohl sehr positive als auch überraschend negative Auswirkungen haben.
Ein eigenspannungsbehaftetes Bauteil kann als Folge der inneren Verspannungen einen Verzug aufweisen, der nachfolgende Fertigungsschritte negativ beeinflusst oder sogar zu Funktionsausfällen führt.
Druckeigenspannungen an und unter der Oberfläche tragen zu einer erhöhten Lebensdauer unter Ermüdungsbeanspruchung bei, analog kann bei Zugeigenspannungen ein Frühausfall die Folge sein.
Entsprechende Verfahren zur Erhöhung der Festigkeit und gleichzeitig gezielten Einbringung von Druckeigenspannungen werden deshalb breit angewendet, wie z.B. das Kugelstrahlen und Festwalzen bei metallischen Werkstoffen oder das Randschichthärten und Nitrieren bei Stählen.
Eine zentrale Frage ist die Qualitätssicherung von Eigenspannungen in der industriellen Praxis. Hier spielen zuverlässige Analysemethoden und die Vergleichbarkeit von Ergebnissen bei Verwendung unterschiedlicher Methoden eine große Rolle.

Weitere Auskünfte zum Inhalt des Workshops und zur thematischen Ausrichtung der Vorträge erteilen gerne die Programmverantwortlichen.

Themenschwerpunkte der Veranstaltung
Dieser neue 2-tägige DVM-Workshop mit dem Fokus auf metallische Werkstoffe soll ein aktuelles Forum zu folgenden Schwerpunktthemen bieten:

  • Einfluss von Eigenspannungen auf die Ermüdungsfestigkeit und Restlebensdauer
  • Einfluss einzelner Fertigungsschritte und der Prozesskette (Gießen, Schmieden, Walzen, Wärmebehandlung, etc.) auf die Entstehung von Eigenspannungen
  • Auswirkung von Eigenspannungen auf den Bauteilverzug und Gegenmaßnahmen
  • Neue Verfahren zur Einbringung von Druckeigenspannungen zur Erhöhung der Ermüdungsfestigkeit
  • Simulation und Berechnung der Entstehung und Auswirkung von Eigenspannungen
  • Geeignete Analysemethoden für die Eigenspannungskontrolle bei der Serienüberwachung und beim Anwender

Für einen branchenübergreifenden Austausch sind Vorträge aus Industrie und Forschung erbeten, die anschließend mit ausreichender Zeit diskutiert werden können.

Wichtige Termine
14.05.2018 Deadline zur Einreichung von Vortragsvorschlägen. Bitte senden Sie Ihren Vortragsvorschlag (Titel, Autoren mit Kontaktdaten und aussagekräftigem Abstract von maximal einer DIN A4 Seite) an: dvmatdvm-berlin.de
Juni 2018 Benachrichtigung der Autoren
Februar 2019 Einreichung der Skriptunterlagen (MS PPT Vortragspräsentation